ALPHA CITY

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Regie: Eckhart Schmidt
BR Deutschland 1985, ca. 101 Min., 35mm, FSK 16

Herrlicher Balanceakt zwischen Trash- und Kunstfilm mitten im 80er-Jahre Sumpf in Szene gesetzt von Regie-Eigenbrötler Eckhart Schmidt und mit Oberproll Claude Oliver Rudolph in Höchstform.

Mit DER FAN schuf Eckhart Schmidt 1982 den Prototypen der kalten New Wave-Filme, welche in der mittleren Periode seiner Karriere einen Großteil seines Outputs bestimmten. Es folgten DAS GOLD DER LIEBE, LOFT und ALPHA CITY. Mit diesem Großstadtthriller aus den tiefsten Achtzigern erweiterte Schmidt den traditionelle Chiaroscuro-Effekt des Film noir um die gesamte Palette des grellen Neon. Dieses bringt die Nacht um Raphaela zum Glühen, durch die sie vor ihrem brutalen Stalker Frank fliehen muss, und sich dabei in einen amerikanischen Killer verliebt.
Eckhart Schmidt drehte in Berlin ausschließlich bei Nacht, denn die irreale Stadt, durch welche seine Helden irren und hetzen, verschwindet bei jedem Sonnenaufgang. Er liefert die fantastische Vision einer Stadt, die nur auf der Leinwand möglich ist, ähnlich, wie dies Walter Hill bereits im Jahr zuvor mit STREETS OF FIRE gelang.
Und ALPHA CITY sieht nicht nur großartig aus, er hört sich auch toll an. Neben Hauptdarsteller Al Corley kommen Palais Schaumburg, Twelve Drummers Drumming und Trio zum Einsatz, und mit „Domingo“ und „Desire“ untermalt Schmidt seine Bilder extrem stimmig mit zwei der besten Stücke der Elektro-Pioniere Yello.
Eine volle Breitseite 80s!

.trailer

Sonntag, 09. April – 21 Uhr

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