MAGDALENA – VOM TEUFEL BESESSEN

Standard

Regie: Walter Boos
BR Deutschland 1974, ca. 83 Min., 35mm, FSK 18

Krudes EXORZIST-Ripoff vom „Schulmächenreport“-Macher Walter Boos.

In einem Ort bei München wird ein alter Mann gekreuzigt vorgefunden. Gleichzeitig beginnt sich seine verwaiste Enkelin Magdalena Winter merkwürdig zu ändern. In dem Internat, in dem sie lebt, fliegt plötzlich das Porzellan wild durchs Zimmer, Tiere reagieren aggressiv auf sie und auch ihr Verhalten wird immer unheimlicher. Immer wieder wird sie gewalttätig und vulgär, bis sie sogar bald ihren Körper einsetzt, um Männer gegeneinander auszuspielen. Die Situation wird auch für das junge Mädchen selbst immer schlimmer, bis sie sich schließlich dazu entscheidet einen Priester um Hilfe zu bitten und einen Exorzismus an ihr zu veranstalten.

„Ein wahrhaft ungeheuerlicher Film!“ tönt es laut vom alten UFA-Video-Cover. Und dies ist hier auch mal ausnahmsweise keine marktschreierische Übertreibung, sondern Programm. Man kam und sah Friedkins EXORZIST, man verlegte einfach dessen Handlung ins erzkatholische ländliche Bayern und gab einen ordentlichen Schuss SCHULMÄDCHEN-REPORT-Flavor in die Backmischung und fertig war der teutonische Mutterkuchen aus der Hölle. Schmierfink vom Dienst, Walter Boos, versorgt sein Publikum nicht nur mit der handelsüblichen Softcore-Akrobatik, sondern lässt seine junge, meist nackte, Protagonistin Vulgär-Absonderungen vom Feinsten („Will was in die Fotze!“, „Na, du Nonnenficker!“) auf die Tonspur schmettern, dass selbst die abgefucktesten Sleaze-Connaisseure mit den Ohren schlackern werden.

Mittwoch, 05. April – 20 Uhr