TRÄNEN TROCKNET DER WIND

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Regie: Heinz Gerhard Schier
s/w, BR Deutschland 1967, ca. 96 Min., 35mm, FSK 18

Auch bekannt als LACH-TRÄNEN TROCKNET DER WIND… großartiger 60er-Jahre-Sleaze von Synchro-Großmeister Schier, hier mit Vollgas auf dem Regiestuhl!

Wohlmeind wie immer urteilte damals der katholiche „film-dienst“, DAS Propaganda-Organ für psychotronisches Kino: „Gangsterkrieg und Liebesaffäre auf St. Pauli: Eine Striptease-Tänzerin und ein Offizier der Handelsmarine werden in einen Mord verwickelt.
Der ‚Drehbuchautor‘ dieser trüben Kolportagegeschichte läßt die beiden ‚Liebenden‘ unablässig füreinander entbrennen und sich wieder entzweien, jeweils selbstverständlich ohne jedes ersichtliche Motiv: er muß das ‚Drehbuch‘ an einem Wochenende geschrieben haben, an dem er besonders schlecht disponiert war. Das war offensichtlich auch beim ‚Regisseur‘ der Fall, denn was sich hier für Inszenierung ausgibt, ist lediglich die lieblose Aneinanderreihung von unzusammenhängenden Szenen, hin und wieder unterbrochen durch lust- und talentlose Strip-Szenen. Der ‚Komponist‘ hatte offensichtlich den Auftrag, Musik für einen Italo-Western zu schreiben, so jedenfalls klingt das, was zuweilen erklingt. Ist es noch notwendig, unter diesen Umständen zu betonen, daß die ‚Schauspieler‘ hoffnungslos dilettantisch vor sich hin agieren? Ein billiges Filmchen, kaum der eingehenden Rezension würdig, die ihm an dieser Stelle gewidmet wurde. Seine totale Maßstablosigkeit ordnen den Film wie von allein in die Kategorie jener Leinwandstücke ein, deren Besuch abzulehnen ist.“ film-dienst, 48/1967

Freitag, 07. April – 00:00 Uhr