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Seit Dezember 2007 und in annähernd 500 Vorführungen widmet sich die Filmreihe something weird cinema der Subgeschichte des Films und erforscht die weithin unbeachteten Pfade der Filmgeschichte. Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Actiongülle galore, Experimente und Avantgarde. Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte…psychotronisch und bewußtseinserweiternd!

Wundersame Stunden des Glücks jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

„Wenn das something weird Programm ins Haus flattert, fühlt man sich immer ein bisschen wie am Nikolausmorgen: Was mag da wohl drin sein: Schokolade oder Kohle? Wobei something weird ja sozusagen auch die Poesie der Kohle als Schokolade ist.“ Olaf Möller, Stadtrevue

something weird cinema bei facebook

die kommmenden Attraktionen …

Mi, 05. – So, 09., April 2017:  BESONDERS WERTLOS – 19. FESTIVAL DES DEUTSCHEN PSYCHOTRONISCHEN FILMS … das komplette Programm ist nun online!

Mi, 12. April, 20 Uhr: JAGD AUF LINKE BRÜDER

Mi, 10. Mai, 20 Uhr: FLESH & BLOOD (Paul Verhoeven 4)
Mi, 24. Mai, 20 Uhr: DER FÄNGER

im Juni: ROBOCOP (Paul Verhoeven 5) t.b.c.

SPIELORT:
Filmclub 813 e.V.

Kino 813 in der BRÜCKE I Hahnenstraße 6 I 50667 Köln
Tel. (0221) 3106-813
www.filmclub-813.de

Die Filmprogramme von something weird cinema finden teilweise mit dankenswerter Unterstützung des Kulturamt der Stadt Köln statt!

STK Kulturamt CMYK

JAGD AUF LINKE BRÜDER

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Regie: Ossie Davis
OT: Gordon’s War, USA 1973, ca. 90 Min., 35mm, DF, FSK 18

Der schwarze Elitesoldat Gordon Hudson (Paul Winfield) kehrt aus Vietnam zurück und findet seine Nachbarschaft in den Händen von Drogenbanden. Hilflos muss er mit ansehen, wie seine Frau an den Folgen ihrer Drogensucht stirbt. Er schwört Rache und bittet drei ehemalige Kameraden um Hilfe. Mit ihnen startet er einen Guerillakrieg gegen die Rauschgifthändler in Harlem.
GORDON’S WAR ist eher ein Action-Exploiter als ein typischer Blaxploitation-Flick. Ossie Davis zeigt das Strassenleben in Harlem mit einem erbarmungslosen, schmutzigen Realismus.

„Good action“ Leonard Maltin

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Mittwoch, 12. April – 20 Uhr

FLESH + BLOOD

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Paul Verhoeven 4

Regie: Paul Verhoeven
Niederlande/Spanien/USA 1985, ca. 128 Min., 35mm, DF, FSK 18

„Irgendwo in Westeuropa, im finsteren Mittelalter: Ein Söldnerheer samt Hurentrupp und verwirrtem Prediger plündert eine Stadt, wird prompt vom Anführer geschasst und macht sich unter Leitung von Rutger Hauer auf, Tod & Verderben über die Landstriche zu bringen (als ob die Pest das nicht schon gründlich genug erledigen würde).
Paul Verhoeven, unangefochtener Zynismusmeister Hollywoods, dreht ja bekanntlich immer denselben Film (‚Es geht darum, in einer Welt zu überleben, die voller Dreckskerle ist‘, wie es Jacques Rivette zusammenfasst): In seiner ersten US-Produktion war seine Bereitschaft, Sex, Gewalt & Subversion zu verschränken, schon voll ausgereift. Moral gibt es, wie immer, keine, stattdessen knüppeln sich alle, die sich im Recht fühlen, möglichst blutig zu Brei, während eine heillose Verwirrung der Loyalitäten entsteht: Kaum eine Szene in diesem Film, die nicht von Betrug und Selbstbetrug erzählen würde und der Regisseur setzt mit genüsslich ausgewalzter religiöser Ikonographie, enormer Lust am Fleischlichen sowie diversen Verstümmelungen gleich noch mit hysterischer Fröhlichkeit ein paar drauf.
Hauer frisst in der Eröffnungsszene die Hostien wie Chips, ein homosexuelles Ritterpärchen (das ganz selbstverständlich präsentiert wird) hat so ziemlich die einzig gesunde Beziehung im Film und überhaupt malt Verhoeven die Vergangenheit eigentlich nur noch als Fresko vom Untergang des Abendlandes. Nur logisch, dass alle seine Science-Fiction-Filme dann schon nach der geistigen Apokalypse spielen.“ Christoph Huber, Filmmuseum Wien

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Mittwoch, 10. Mai – 20 Uhr

DER FÄNGER

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Regie: William Wyler
OT: The Collector, USA 1965, ca. 119 Min., 35mm, DF, FSK 18

Ein nerdiger Liebhaber von Schmetterlingen fügt seiner Sammlung eine hübsche junge Frau hinzu, die er schon seit langem bewundert. Er sperrt sie in seinen Keller – in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann schon in ihn verlieben wird. Verstörendes und beklemmendes Drama nach dem Buch des englischen Schriftstellers John Fowles, der auch schon die Vorlage für Karel Reisz‘ DIE GELIEBTE DES FRANZÖSISCHEN LIEUTENANTS lieferte. Regie führte Hollywood-Altmeister William Wyler (BEN HUR).

„William Wylers einfühlsame Studie eines pervertierten Gehirns stellte sicherlich seinerzeits starken Tobak dar, der ähnliche Reaktionen hervorrief, wie heute der inhaltlich gleichgelagerte MUTTERTAG, welcher lediglich in den Gewaltdarstellungen modischer ist und ein paar Schritte weiter geht. Die starke Hand des Hollywood-Veteranen Wyler ist in jeder Szene spürbar, und so verwundert es nicht, daß das Skript dieses düsteren Zwei-Personen-Kammerspiels spannend und unterhaltsam in Szene gesetzt wurde. Die beiden Hauptdarsteller Terence Stamp und Samantha Eggar liefern ohne Zweifel eine der besten und wirkungsvollsten Arbeiten ihrer Karrieren ab.“ Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir

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Mittwoch, 22. Mai – 20 Uhr

BESONDERS WERTLOS

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besond marketing19. FESTIVAL DES DEUTSCHEN PSYCHOTRONISCHEN FILMS

Das komplette Programm wird am Mo, 6. März 2017 veröffentlicht !

Das Festival findet vom Mi, 5. – So, 9. April 2017 im Kino des Filmclub 813 statt. Folgt uns bei Facebook !

BESONDERS WERTLOS findet jährlich seit 1999 statt.
Wir zeigen Abseitiges, Knalliges, Obskures, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der deutschen Filmgeschichte, Werke, die von der Kritik verkannt oder vom Publikum übersehen wurden, avantgardistisches Kunstkino genauso wie Sex-, Splatter- und St. Pauli-Filme, undergroundige Punk- und Homemade-Werke, Genre- und Independentkino, wie auch deutsche Blockbuster aus einer Zeit, in der es dieses Wort noch nicht gab.
Großartige Schauspieler wie Klaus Kinski oder Raimund Harmstorf und verkannte Regisseure wie Rolf Olsen oder Ernst Theumer geben sich bei uns auf der Leinwand ein Stelldichein.

Austragungsort war bislang das Musische Zentrum der RUB (1999-2000) und das Kino Endstation in Bochum-Langendreer (2001-2012). Von 2013-2016 residierten wir im Filmhauskino Köln. Wegen der Schließung des Filmhauskinos wechseln wir 2017 an einen neuen Veranstaltungsort.
Organisiert wird BESONDERS WERTLOS vom „Institut für Psychotronik“ (Bochum) und „something weird cinema“ (Köln).
Nach vier fulminanten und erfolgreichen Kölner Festivals heißt es auch 2017 wieder: BESONDERS WERTLOS – psychotronisch und bewußtseinserweiternd!

Die kommende 19. Festival-Ausgabe findet vom Mi, 5. – So 9. April 2017 im Kino des „Filmclub 813″statt!

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