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Seit Dezember 2007 und in annähernd 500 Vorführungen widmet sich die Filmreihe something weird cinema der Subgeschichte des Films und erforscht die weithin unbeachteten Pfade der Filmgeschichte. Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Actiongülle galore, Experimente und Avantgarde. Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte…psychotronisch und bewußtseinserweiternd!

Wundersame Stunden des Glücks jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

„Wenn das something weird Programm ins Haus flattert, fühlt man sich immer ein bisschen wie am Nikolausmorgen: Was mag da wohl drin sein: Schokolade oder Kohle? Wobei something weird ja sozusagen auch die Poesie der Kohle als Schokolade ist.“ Olaf Möller, Stadtrevue

something weird cinema bei facebook

die kommmenden Attraktionen …

Mi, 10. Mai, 20 Uhr:  FLESH & BLOOD (Paul Verhoeven 4)
Mi, 24. Mai, 20 Uhr:  DER FÄNGER

Fr, 09. Juni, 20 Uhr:  ROBOCOP (Paul Verhoeven 5)
Mi, 14. Juni, 20 Uhr:  TEXAS CHAINSAW MASSACRE
Mi, 28. Juni, 20 Uhr:  STERNENKRIEG IM WELTALL

Mi, 05. Juli, 20 Uhr:  DIE SPALTE

Sommerpause des „Filmclub 813“ bis Ende August … something weird cinema kehrt zurück im September!

SPIELORT:
Filmclub 813 e.V.

Kino 813 in der BRÜCKE I Hahnenstraße 6 I 50667 Köln
Tel. (0221) 3106-813
www.filmclub-813.de

Die Filmprogramme von something weird cinema finden teilweise mit dankenswerter Unterstützung des Kulturamt der Stadt Köln statt!

STK Kulturamt CMYK

FLESH + BLOOD

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Paul Verhoeven 4

Regie: Paul Verhoeven
Niederlande/Spanien/USA 1985, ca. 128 Min., 35mm, DF, FSK 18

„Irgendwo in Westeuropa, im finsteren Mittelalter: Ein Söldnerheer samt Hurentrupp und verwirrtem Prediger plündert eine Stadt, wird prompt vom Anführer geschasst und macht sich unter Leitung von Rutger Hauer auf, Tod & Verderben über die Landstriche zu bringen (als ob die Pest das nicht schon gründlich genug erledigen würde).
Paul Verhoeven, unangefochtener Zynismusmeister Hollywoods, dreht ja bekanntlich immer denselben Film (‚Es geht darum, in einer Welt zu überleben, die voller Dreckskerle ist‘, wie es Jacques Rivette zusammenfasst): In seiner ersten US-Produktion war seine Bereitschaft, Sex, Gewalt & Subversion zu verschränken, schon voll ausgereift. Moral gibt es, wie immer, keine, stattdessen knüppeln sich alle, die sich im Recht fühlen, möglichst blutig zu Brei, während eine heillose Verwirrung der Loyalitäten entsteht: Kaum eine Szene in diesem Film, die nicht von Betrug und Selbstbetrug erzählen würde und der Regisseur setzt mit genüsslich ausgewalzter religiöser Ikonographie, enormer Lust am Fleischlichen sowie diversen Verstümmelungen gleich noch mit hysterischer Fröhlichkeit ein paar drauf.
Hauer frisst in der Eröffnungsszene die Hostien wie Chips, ein homosexuelles Ritterpärchen (das ganz selbstverständlich präsentiert wird) hat so ziemlich die einzig gesunde Beziehung im Film und überhaupt malt Verhoeven die Vergangenheit eigentlich nur noch als Fresko vom Untergang des Abendlandes. Nur logisch, dass alle seine Science-Fiction-Filme dann schon nach der geistigen Apokalypse spielen.“ Christoph Huber, Filmmuseum Wien

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Mittwoch, 10. Mai – 20 Uhr

DER FÄNGER

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Regie: William Wyler
OT: The Collector, USA 1965, ca. 119 Min., 35mm, DF, FSK 18

Ein nerdiger Liebhaber von Schmetterlingen fügt seiner Sammlung eine hübsche junge Frau hinzu, die er schon seit langem bewundert. Er sperrt sie in seinen Keller – in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann schon in ihn verlieben wird. Verstörendes und beklemmendes Drama nach dem Buch des englischen Schriftstellers John Fowles, der auch schon die Vorlage für Karel Reisz‘ DIE GELIEBTE DES FRANZÖSISCHEN LIEUTENANTS lieferte. Regie führte Hollywood-Altmeister William Wyler (BEN HUR).

„William Wylers einfühlsame Studie eines pervertierten Gehirns stellte sicherlich seinerzeits starken Tobak dar, der ähnliche Reaktionen hervorrief, wie heute der inhaltlich gleichgelagerte MUTTERTAG, welcher lediglich in den Gewaltdarstellungen modischer ist und ein paar Schritte weiter geht. Die starke Hand des Hollywood-Veteranen Wyler ist in jeder Szene spürbar, und so verwundert es nicht, daß das Skript dieses düsteren Zwei-Personen-Kammerspiels spannend und unterhaltsam in Szene gesetzt wurde. Die beiden Hauptdarsteller Terence Stamp und Samantha Eggar liefern ohne Zweifel eine der besten und wirkungsvollsten Arbeiten ihrer Karrieren ab.“ Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir

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Mittwoch, 24. Mai – 20 Uhr

ROBOCOP

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Paul Verhoeven 5

Regie: Paul Verhoeven
USA 1987, ca. 101 Min., 35mm, DF, FSK 18

Wir beenden unser ausuferndes Verhoeven Special mit diesem einzigartigen Äktschn-Klassiker!

„Detroit, eine Metropole zerrüttet von Korruption und Gewalt. Dem Großkonzern OCP ist an mehr Sicherheit gelegen, sollen doch schließlich weite Teile der Stadt gentrifiziert werden. Während die unterbesetzte und überforderte Polizei vergebens versucht der Lage Herr zu werden, sorgt ein im Einsatz getöteter Polizist für Abhilfe: Sein Körper dient als Grundlage für den Prototyp einer neuen Art von Gesetzeshütern – er wird zu RoboCop!“ Pupille Kino, Frankfurt

„Paul Verhoevens Blick in die Zukunft ist verdammt ungemütlich. Nonstop-Action, innovative Spezialeffekte und nackte Gewalt: ein Albtraum, der zum Genreklassiker avancierte, etliche miese Fortsetzungen, Games und Serien nach sich zog. Fazit: Grandiose Action, tolle Effekte, kluge Story.“ Cinema

„ROBOCOP is as tightly worked as a film can be, not a moment or line wasted.“ Variety

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Freitag, 09. Juni – 20 Uhr

TEXAS CHAINSAW MASSACRE

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something weird cinema meets Englisches Seminar, Universität zu Köln

Regie: Tobe Hooper
dt: Blutgericht in Texas, USA 1974, ca. 83 Min., 35mm, OV, FSK 18

Auch an seinem neuen Spielort im „Filmclub 813“ freut sich „something weird cinema“, die Tradition gemeinsamer Filmabende mit dem Englischen Seminar, Universität zu Köln fortführen zu können. Im Rahmen des Seminars Pastoral and Horror: Rural America in Hollywood Cinema von Björn Sonnenberg zeigen wir mit TEXAS CHAINSAW MASSACRE einen der nervenaufreibenden Meilensteine des Horrorkinos schlechthin, zu sehen in einer raren, gut erhaltenen 35mm-Archivkopie, natürlich in ungekürzter Fassung!

„THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE wurde lange Zeit als krank, pervers und gewaltverherrlichend abgestempelt, dabei war es ein Film, der den Horror neu definierte. Der Film hat das Publikum weltweit gespalten, schockiert und verblüfft, einen Maßstab in seinem Genre gesetzt und die Weichen neu gestellt.
1974 ließ Autor, Regisseur und Produzent Tobe Hooper seine düstere Vision auf die Menschheit los – eine Geschichte über fünf junge Freunde, deren unschuldige Fahrt ins Grüne an einem Sommernachmittag zum schrecklichen Albtraum wird. Für eine ganze Generation avancierte ‚Leatherface‘ zur Horror-Ikone und der Film zum Kult. Tobe Hoopers KETTENSÄGENMASSAKER ist und bleibt ein Meilenstein des Exploitationkinos und zählt auch heute noch zu den furchteinflößendsten Horror-Filmen aller Zeiten. Nach über 25 Jahren in der Gewalt der Zensoren und in Deutschland wegen sog. ‚Gewaltverherrlichung‘ beschlagnahmt und verboten, wurde der Film Ende 2011 freigesprochen.“ Turbine Medien

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Mittwoch, 14. Juni – 20 Uhr

STERNENKRIEG IM WELTALL

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Regie: Kinji Fukasaku
OT:Uchû kara no messêji, Japan 1978, ca. 83 Min., 35mm, DF, FSK 12

Regie-Routinier Fukasaku, sonst bekannt für seine ruppigen Yakuza-Filme, liefert hier einen quietschvergnügten und kunterbunten STAR WARS-Rip Off, mit allem, was das Herz begehrt: Verfolgungsjagden im Weltall, zerstörte Planeten, Laserduelle, aufwendige Sets und Dekos – und ein Segelschiff, das als Raumkreuzer das Universum durchpflügt.

„Ein auf Expansion bedachtes Herrenvolk unterjocht einen Nachbarplaneten und rüstet zur Eroberung der Erde, doch der Anschlag kann gerade noch verhindert werden. Science-Fiction-Film mit fernöstlichem Kolorit: die interessante Tricktechnik und die temporeiche Inszenierung entschädigen für die etwas wirre, allzu märchenhafte Handlung.“ Lexikon des internationalen Films

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Mittwoch, 28. Juni – 20 Uhr

DIE SPALTE

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Regie: Gustav Ehmck
BR Deutschland 1971, ca. 86 Min., 35mm, DF, FSK 16

Der Film, der nicht bei „Besonders Wertlos“ aufgeführt werden darf… der letzte something weird Film vor der Sommerpause… kommt alle!

„Schauplatz München: Die 14-jährige Sophie entflieht aus einem Fürsorgeheim und gerät in die Hände skrupeloser Zuhälter, die sie an reiche Wüstlinge und Gastarbeiter verkaufen. Versuche diesem Teufelskreis zu entrinnen, muß sie mit Mißhandlungen bezahlen. Die Wiederentdeckung des Jahres!“ Werkstattkino München, 2006

„Ein überaus schäbiger Film mit dem Schutz-Etikett ‚Sozialreport‘ versehen!“ Joe Hembus/Robert Fischer, Der Neue Deutsche Film

Mittwoch, 05. Juli – 20 Uhr

BESONDERS WERTLOS

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besond marketing19. FESTIVAL DES DEUTSCHEN PSYCHOTRONISCHEN FILMS

Das komplette Programm wird am Mo, 6. März 2017 veröffentlicht !

Das Festival findet vom Mi, 5. – So, 9. April 2017 im Kino des Filmclub 813 statt. Folgt uns bei Facebook !

BESONDERS WERTLOS findet jährlich seit 1999 statt.
Wir zeigen Abseitiges, Knalliges, Obskures, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der deutschen Filmgeschichte, Werke, die von der Kritik verkannt oder vom Publikum übersehen wurden, avantgardistisches Kunstkino genauso wie Sex-, Splatter- und St. Pauli-Filme, undergroundige Punk- und Homemade-Werke, Genre- und Independentkino, wie auch deutsche Blockbuster aus einer Zeit, in der es dieses Wort noch nicht gab.
Großartige Schauspieler wie Klaus Kinski oder Raimund Harmstorf und verkannte Regisseure wie Rolf Olsen oder Ernst Theumer geben sich bei uns auf der Leinwand ein Stelldichein.

Austragungsort war bislang das Musische Zentrum der RUB (1999-2000) und das Kino Endstation in Bochum-Langendreer (2001-2012). Von 2013-2016 residierten wir im Filmhauskino Köln. Wegen der Schließung des Filmhauskinos wechseln wir 2017 an einen neuen Veranstaltungsort.
Organisiert wird BESONDERS WERTLOS vom „Institut für Psychotronik“ (Bochum) und „something weird cinema“ (Köln).
Nach vier fulminanten und erfolgreichen Kölner Festivals heißt es auch 2017 wieder: BESONDERS WERTLOS – psychotronisch und bewußtseinserweiternd!

Die kommende 19. Festival-Ausgabe findet vom Mi, 5. – So 9. April 2017 im Kino des „Filmclub 813″statt!

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